Großschadenslage in Berlin: ASB Berlin tagelang im Einsatz während des Stromausfalls
Im Berliner Südwesten rief Innensenatorin Iris Spranger am Sonntag, dem 4. Januar, die Großschadenslage aus. Nachdem mehrere Hochspannungskabel zerstört worden waren, war es seit Samstag zu einem großflächigen Stromausfall gekommen.
Am 3. Januar 2026 kam es im Südwesten Berlins zu einem großflächigen Stromausfall, bei dem zeitweise rund 45.000 Haushalte ohne Strom und Wärme waren.
Gerade für ältere und hilfebedürftige Berlinerinnen und Berliner war dies eine erhebliche Belastung – bei Temperaturen von bis zu minus 8 Grad Celsius und mehrfachen Störungen im Mobilfunknetz, bei Notrufen sowie bei der Heiz- und Fernwärmeversorgung.
Seit dem ersten Abend waren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des ASB Berlin gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk (THW) im Einsatz, um bei der Bewältigung der Lage zu unterstützen. Zeitweise waren rund 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte des ASB Berlin vor Ort (ca. 55 Einsatzkräfte von Berlin-Nordwest) – etwa beim Aufbau und Betrieb des Betreuungsplatzes am Hermannsweilerweg in Zehlendorf. Auch beim Transport hilfebedürftiger Menschen, bei der Führungsunterstützung in der gemeinsamen Leitstelle sowie in der Verpflegung und Einsatzstellenversorgung waren sie aktiv. Insgesamt leisteten die Samariterinnen und Samariter rund 2.500 Einsatzstunden mit 50 Fahrzeugen.
Seit Mittwoch, dem 7. Januar 2026 ist der Strom im Berliner Südwesten wieder da, sodass am Donnerstag die Notunterkunft in der Zinnowald-Grundschule abgebaut und geschlossen werden konnte. Der Stromausfall ist als der größte in der Nachkriegsgeschichte Berlins bewertet worden. Wieder einmal wurde deutlich, dass ein gut organisierter und einsatzfähiger Katastrophenschutz für diese Stadt unverzichtbar ist, und ebenso essentiell das ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer.
„Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften des ASB, den Hilfsorganisationen DLRG, DRK, JUH und MHD sowie den Kolleginnen und Kollegen der Berliner Feuerwehr. In enger Abstimmung mit der Berliner Feuerwehr haben wir als Berliner Hilfsorganisationen in dieser Großschadenslage hervorragend zusammengearbeitet.“
— Boris Michalowski, Fachdienstleiter ASB-Katastrophenschutz Berlin

