Kampf dem Herztod

Kampf dem Herztod - Ein Projekt des ASB Berlin-Nordwest

Bei einem plötzlichen Herzstillstand hängen die Überlebenschancen vom schnellen Handeln Umstehender ab. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten in Deutschland aber nur 17 Prozent Laien Erste Hilfe. Foto: ASB
Bei einem plötzlichen Herzstillstand hängen die Überlebenschancen vom schnellen Handeln Umstehender ab. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten in Deutschland aber nur 17 Prozent Laien Erste Hilfe. Foto: ASB

Kampf dem Herztod!

In Deutschland erleiden jedes Jahr zwischen 40.000 und 64.000 Menschen einen Herzstillstand – 80 bis 90 Prozent überleben das nicht. Ein Grund dafür ist, dass hierzulande nur wenige Menschen Erste Hilfe leisten.

Wenn in Norwegen oder Schweden ein Mensch mit Herz-/Kreislaufstillstand auf der Straße zusammenbricht, beginnt in 60 Prozent der Fälle einer der Umstehenden mit Wiederbelebungsmaßnahmen. In Deutschland machen dies nur 16 Prozent. Da die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Herzstillstand pro Minute ohne Hilfe um 10 Prozent sinkt, ist Zeit kostbar. Denn der Rettungswagen braucht von der Alarmierung bis zum Einsatzort meist mehr als 5 Minuten. Wenn bis dahin keiner hilft, wird es für den Betroffenen eng.

Der ASB-Regionalverband Berlin-Nordwest e.V. setzt sich mit seinem Projekt "Kampf dem Herztod" für das frühzeitige Training von Erste-Hilfe-Maßnahmen ein und greift damit den Anlass seiner Gründung im Jahr 1888 auf (siehe unten).

Viele Menschen könnten gerettet werden – wenn nur die Symptome rechtzeitig erkannt würden, wenn sofort mit dem Rettungsdienst qualifizierte Hilfe geholt und Erste-Hilfe geleistet würde. Unser erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Ersthelfer zu schulen, welche qualifizierte Erste-Hilfe leisten können und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungsdienste überbrücken.

Das Projekt "Kampf dem Herztod" verfolgt mehrere Ziele

  • die Aufnahme von regelmäßigen Erste-Hilfe-Kursen in den Lehrplan ab der Grundschule
  • wiederkehrende Kampagnen zur Erste-Hilfe-Aufklärung
  • die flächendeckende Einführung von öffentlich zugänglichen Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED)



Im Besonderen soll das Preisgeld für die Unterstützung unserer Aktivitäten im Rahmen der kostenlosen Erste-Hilfe-Vorstellungen in KiTas und des Teddybärkrankenhauses und für begleitende Maßnahmen der Kampagne Berlin schockt! (www.berlin-schockt.de).

Mit Hilfe Ihrer Spenden werden die Unterrichtsmaterialien wie Malvorlagen, Bastelbögen, Verbände und Notfallausweise für Kinder finanziert. Die Kampage Berlin schockt! unterstützen wir mit Werbematerialien, so dass für die Berliner Bevölkerung schnell ein großes Netz an öffentlich zugänglichen Defibrillatoren geschaffen werden kann.

Erste Hilfe ist einfach! Erste Hilfe rettet Leben!

Geschichte: Der Arbeiter-Samariter-Bund wurde 1888 aus der Not heraus gegründet. Bei einem Unglück in Berlin Erkner kamen mehrere Arbeiter ums Leben. Einer, der damals in Berlin-Erkner dabei war und half, war der Zimmerpolier Gustav Dietrich. Er beschloss etwas zu ändern. Gemeinsam mit fünf weiteren Berliner Zimmermännern begann er Erste-Hilfe-Kurse für Arbeiter durchzuführen: die Geburtsstunde des heutigen Arbeiter-Samariter-Bund.

Der erste "Lehrkursus für Arbeiter über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen" fand am 29. November 1888 im Lokal Feuerstein in der Alten Jakobstraße in Berlin-Mitte statt. Mehr als 100 Arbeiter nahmen daran teil.