Novellierung der Erste-Hilfe-Ausbildung ab 01.04.2015

Was ändert sich ab dem 01. April 2015?

Änderungen bei der Erste-Hilfe-Ausbildung in Betrieben.
Änderungen bei der Erste-Hilfe-Ausbildung in Betrieben.

  
Die Unfallversicherungsträger haben sich in Abstimmung mit den Organisationen der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, zu denen auch der Arbeiter-Samariter-Bund gehört, eine Novellierung der Aus- und Fortbildung „Erste Hilfe in Betrieben“ beschlossen.

 

Welche Veränderungen ergeben sich dadurch ab dem 01.04.2015?

  • Die Erste-Hilfe-Ausbildung verkürzt sich auf 9 Unterrichtsstunden (bisher 16), die gut an einem Tag durchzuführen sind. Diese konzentriert sich auf die grundsätzliche Handlungsstrategien bei Notfällen und Lebensrettende Maßnahmen, also den wichtigen Kern der Erste Hilfe, die sie um einige ausgewählte, einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen ergänzt.
  • Die Erste-Hilfe-Fortbildung (bisher Erste-Hilfe-Training) wird ebenfalls 9 Unterrichtsstunden dauern (bisher 8). Diese kann noch stärker auf die Bedarfe der Zielgruppe und des Betriebes / des Unternehmens zugeschnitten werden. Dazu stehen auch etliche Wahlthemen zur Verfügung.

 

Was bleibt wie vorher?

  • Die Fortbildungen müssen alle 2 Jahre besucht werden. Durch die große thematische Auswahl kommt dabei keine Langeweile auf. Die vielseitigen, auflockernden Methoden des ASB sorgen zudem dafür, dass die Fortbildungen auch Spaß bereiten.

    Wie früher gelten die Vorgaben aus §26 der GUV AV1 zur Zahl der Ersthelfer: Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass für die Erste-Hilfe-Leistung Ersthelfer mindestens in folgender Zahl zur Verfügung stehen:
  1. Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer
  2. Bei mehr als 20 anwesenden Versicherten

    a) In Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5%
    b) In sonstigen Betrieben 10%
    c) In Kindertageseinrichtungen ein Ersthelfer je Kindergruppe
    d) In Hochschulen 10% der Versicherten nach §2 Abs. 1 Nr.1 SGBVII


  • Die Kosten für die Erste-Hilfe-Ausbildung und -Fortbildung übernimmt der für den Betrieb zuständige Unfallversicherungsträger.



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